Schnell versteckten sich Lea und Artur hinter einer Hecke, denn ein Fenster zum Palastgarten ging auf und ein Diener sah heraus, um zu sehen, was das für ein Kreischen war. Aber er sah nur noch den Papagei davonfliegen und bemerkte Lea und Artur nicht. Als er wieder verschwand, vergaß er das Fenster zu schließen. Artur machte für Lea eine Räuberleiter und schwups, war sie durch das Fenster geklettert. Sie reichte Artur die Hand herunter und zog ihn rauf. Nun standen sie in einem Gang des Palastes und wussten nicht wohin, als sie Schritte hörten. Ganz schnell sprangen sie hinter eine der Statuen auf dem Gang. Zwei Soldaten, die eine Truhe schleppten, kamen vorbei. Einer lachte: „Wie dumm doch dieser Großmogul von Indien ist. Immer wieder schickt er Gold und merkt gar nicht, dass niemand nach seiner Tochter sucht. Lass uns schnell die Kiste nach unten bringen.“ Während die Soldaten weiterschleppten, huschten Artur und Lea immer von Statue zu Statue hinterher. So wurden sie nicht bemerkt. Im untersten Gang am Ende des Palastes blieben die Soldaten vor einer großen Mauer stehen. „Was wollen die hier blos?“, dachten Lea und Artur. Hier geht es doch nicht weiter. Hier ist nur eine Mauer. „Großmoguls Tochter“ sagte da plötzlich einer der beiden Soldaten. Mit einem unheimlichen Knirschen öffnete sich plötzlich ein Riss in der Wand und wurde so breit, dass man selbst mit einem Wagen hätte hineinfahren können. Durch die Öffnung sahen sie einen Berg von Kisten, zu denen die Soldaten auch die neue brachten. Einige waren sogar zerbrochen, so dass die Goldmünzen und die Edelsteine herausfielen und es in dem Raum nur so glitzerte. Als die beiden Soldaten wieder herauskamen, sagte der eine: „Für immer verschwunden!“, worauf sich die Wand wieder schloss und der Raum und die Öffnung wieder völlig unsichtbar wurden.