Das Geheimnis des Schwarzen Falken

Lea hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen und ihr Magen knurrte so, dass sie dachte, er würde sie verraten. Als der Koch das ganze leckere Essen brachte, wurde es noch schlimmer. Sie schielte zum Tisch, da bemerkte sie, wie Dagobert ganz vorsichtig seinen Kopf von hinten unter dem Arm von Magnus durchschob und eine große leckere Entenkeule mopste. Damit flog Dagobert schnell zum Ruderboot in dem Lea unter der Decke lag und versteckte die Keule unter der Bank. Während des weiteren Essens mopste Dagobert noch zarte Steaks, leckeren Fisch, einige Früchte und sogar Schokolade. Er brachte alles in sein Versteck im Boot, bis Magnus bemerkte, dass er „bemopst“ wurde und seine Tischnachbarn ganz böse ansah, weil er dachte, diese hätten ihn beklaut. Nachdem Dagobert mit seinem üblichen „Diebe, Diebe“ den Verdacht von sich abgelenkt hatte, flog er zum Boot und wollte seine Beute in aller Ruhe verzehren. Aber welcher Schreck, nichts war mehr da. Alles war weg. Nun rief Dagobert sehr ernst und überzeugend „Diebe, Diebe“. Keiner hörte ihm jedoch  zu, weil er das immer schrie und in dem Moment keiner außer Dagobert etwas vermisste. Dagobert konnte ja auch nichts weiter sagen. Er hatte das Futter ja auch nur gestohlen. Auf jeden Fall war Lea richtig satt geworden und Dagobert zweifelte zum ersten Mal an seinem Verstand. Er hatte doch das Essen in das Boot gebracht, oder?  Es konnte doch nicht einfach weg sein! Alle Piraten saßen doch mit am Tisch. Wer sollte es dann gewesen sein?

Nachdem das Schiff schnell eine sichere Entfernung erreicht hatte, hielten die Piraten Kriegsrat. „Nun Artur“, sagte Magnus, „Sag! Was hast du über den Schatz des Gouverneurs herausgefunden? Wie bist du in den Palast gekommen?“ Nun erzählte Artur seinem Vater die Geschichte mit dem Bach, dem Palast und dem Schatz. „Wie bist du auf all die Wege gekommen, Artur?“,  fragte Magnus. Nun erzählte Artur auch von Lea und wie sie ihm geholfen hatte. Er berichtete, was sie vom Gouverneur belauscht hatten und erzählte von dem Plan, dass Lea mit nach Pirindia kommen sollte. „Wo ist sie denn jetzt?“, wollte Magnus wissen. „Hier“, schallte es aus Richtung des Bootes unter der Decke, während Lea aufstand und sich zeigte. „Neiiin, nicht Dieeee!“, krächzte es in dem Moment vom Mast. „Ich bin kein Piepmatz und auch nicht süß und niedlich, aber ich habe HUNGER“, konnte man der Empörung von Dagobert entnehmen. „Hallo Dago“, begrüßte Lea ihn. „Dagobert, heiße ich“, war der letzte verzweifelte Versuch von Dagobert, wenigstens etwas Respekt zu erhalten. „Entschuldigung Dagobert“, sagte Lea versöhnlich, „Du bist der schönste und frechste Papagei, den ich bisher gesehen habe und ich werde auch nicht mehr Dago und Piepmatz zu dir sagen, wenn es dir nicht gefällt.“ Dagobert war ganz sprachlos.