Zurück am Bach füllten sie ihre Waffen in die letzte Tonne, lösten die Taue und ließen sich vom Wasser hinab treiben. Sie tauchten unter der Schlossmauer und der Festungsmauer durch und wurden außerhalb der Festung von ihren Kameraden freudig aus dem Wasser gezogen und auf die beladenen Karren gesetzt. Als sie wenig später bei Ignaz ankamen, öffnete er ihnen sein Tor zum Hof und sie fuhren mit den Karren hinein. Als das Tor wieder geschlossen war, schleppten die Piraten die Kisten zum Geheimgang, wobei Ignaz genau aufpasste, dass sie auch jede zehnte Kiste nicht zu weit trugen, sondern gleich in seinen Keller brachten und in einem der bereits im Boden ausgehobenen Löcher abstellten.
Im Geheimgang nutzten die Piraten wieder das Feen- Netz für den Transport. Am Ende des Ganges im Wald luden sie alle Kisten auf die mitgebrachten Karren. Am Ende hatte Ignaz noch für alle eine Tasse schwarzen Tee mit Minze und viel Zucker vorbereitet und bedankte sich ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit. Er verabschiedete sich herzlich von allen, insbesondere von Lea, die er noch fragte, wie es ihr bei den Piraten gefällt. Als die Piraten ihn durch den Geheimgang verließen, rief ihnen Ignaz noch hinterher:„lch hoffe, wir sehen uns irgendwann mal wieder!“
„Wie klar und anders die Luft hier ist als in der Stadt.“, musste Artur denken, als er versonnen zu den Sternen am klaren schwarzen Himmel aufsah, während sie neben den Karren zurück zur Bucht liefen, in der der „Schwarze Falke“ auf sie wartete. Als das erste Morgenrot des neuen Jahres über dem Meer erschien, sahen sie bereits die Nebel Pirindias wie eine Wolke darin. Der dicke Pirat, der bereits die Rüstung im Schloss umgekippt hatte, stolperte als er beim Ausladen die Planke vom Schiff zum Anlegesteg hinunterlief. Fast hätte er die Kiste fallen lassen. Zum Glück fiel nur eine kleine goldene Kette ins Wasser, ohne dass es jemand bemerkte. Als sie zu Boden sank, fiel sie dem Seepferdchen genau über den Kopf. „Das sieht blöd aus“, sagte seine Freundin, die kleine rote Qualle, „Du musst mich nicht mit einem Goldkettchen beeindrucken. Ohne Gold bist du viel schöner.“ Daraufhin brachte das Seepferdchen die Kette der Auster am Meeresgrund, damit sie vielleicht irgendwann einmal eine ihrer Perlen daran befestigen kann.
Was mit Artur, Lea, dem Gouverneur und Dago weiter geschieht, erfahrt ihr in den weiteren Geschichten.