Während der Runde haben die Affenkinder offensichtlich Undine entdeckt, denn sie zupfen wieder am Arm ihrer Mütter und zeigen auf sie. Offensichtlich fragend sehen die Mütter die Nixe an. Undine versteht und kommt ganz langsam herangeschwommen. Als sie nahe genug ist, hebt der graubraune Riese seine schlauchartige Nase. Er umfasst damit die erste Mutter und hebt sie mit ihrem Jungen in die Luft. Dann setzt er sie ganz vorsichtig auf Undines Rücken. Das Kleine greift nach ihren Haaren, um sich festzuhalten, während die Mutter jetzt ihren Rücken leicht kratzt. Während Undine losschwimmt, bemerkt sie noch, wie gut sich dieses leichte Kratzen anfühlt. Nach zwei Runden schwimmt sie wieder zurück und die lange Nase legt sich wieder um die rotbraune Menschenaffen- Mutter, hebt sie auf seinen Rücken zurück und setzt die Andere mit ihrem Kind auf Undines Rücken. Während der zweiten Runde überlegt die Meeresfee, ob sie jetzt auch einmal tauchen sollte. Sie entscheidet sich jedoch dagegen, da sie damit vielleicht das Kind oder die Mutter erschrecken würde. Während sie sich gerade wieder dem Zweischwänzer nähert, ertönt von der Seite plötzlich ein Fauchen. Als Undine in die Richtung des bedrohlichen Geräusches blickt, sieht sie auf dem Felsen, auf dem sie vor kurzem noch saß, eine riesige gelb-schwarz gestreifte Katze mit großen Eckzähnen. Ihr Bauch schleift fast auf dem Boden. Es sieht aus, als ob sie alle Muskeln anspannt. „Muss denn hier alles so groß sein?“, fragt sich Undine, während sie entscheiden muss, was sie tun soll. Sie kann nicht einfach wegtauchen. Sie hat die Mutter mit ihrem Kind auf dem Rücken. Schnell schwimmt sie weiter in Richtung des Zweischwänzers. Als sie ihn fast erreicht hat, springt die gestreifte Katze mit einem Satz in ihre Richtung. Undine sieht die langen Krallen ihrer nach vorn gestreckten Pfoten und das geöffnete Maul mit den langen scharfen Zähnen auf sich zukommen. Plötzlich gibt es einen „Batsch“. Die gefährliche Katze fliegt einen Bogen und platscht abseits von ihr ins Wasser. Der graubraune Riese hatte mit seiner Schlauchnase – wie mit einem Schläger – zugeschlagen und die Katze in der Luft erwischt. So flog sie fauchend zur Seite und landete im Wasser. Pitschnass kletterte sie schnell wieder an Land und beobachtete die Situation laut fauchend. Sie traute sich aber nicht noch einmal zu springen. Die Schlauchnase legte sich nun auch um die zweite Affenmutter und hebt sie mit ihrem Kind auf den Rücken. Von dort klettern beide rotbraune Menschenaffen-Mütter schnell in den Baum und verschwinden sicher in den Wipfeln. Die gelb-schwarze Katze schien sich gerade für einen weiteren Sprung Richtung Undine bereit zu machen, als die Meeresfee abtauchte und schnell wegschwamm. Erst jetzt bemerkte sie den großen Kratzer an ihrem Arm, den eine Kralle wohl beim ersten Sprung verursacht hatte. Das war wirklich knapp. Das nächste Mal sollte sie sich einen Stein suchen, der ringsherum von Wasser umgeben ist, damit solch gefährliche Tiere sie nicht mehr überraschen können.
Jetzt wurde es aber höchste Zeit, dass sie ihre Reise in Richtung der Vulkaninsel Krakatau fortsetzte, um ihre Freundin, die Fee des Vulkans, zu treffen, ehe sie weiter zu Leas Vater schwimmt.